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SUONO E MOVIMENTO
Ist eine Technik zur EntwicklungVerstärkung/Vergrößerung/Intensivierung
der schauspielerischen Expression: Sowohl in der Überzeichnung/Fratze
als auch im intimen/realistischen Moment des Kammerspiels. Diese
Methode wurde unter anderem von Jean Martin Moncero entwickelt und
seit den siebziger Jahren als Schauspielmethodik an der Scuola Teatro
Dimitri in Verscio/Tessin/CH gelehrt.
Sie beginnt mit der Entwicklung einer minimalsten Bewegung aus dem
Körper heraus bis zu ihrer größtmöglichen Form
– zum Exzess. Körperlich als auch stimmlich. Zu Beginn
Laute, aus Vokalen, später Konsonanten, dann ein Wort, ein
Satz, schließlich eine kurze Geschichte, ein Dialog vielleicht
sogar ein ganzes Stück. Die Assoziationen/Gedanken sollen in
Gang gebracht werden, sollen „fliegen“ unabhängig
von einer Bewertung.
Alle Übungen werden im Chor ausgeführt. Der Wechsel von
Chor zu Choryphae ist fließend und wechselt ständig.
Ziel ist die ständige gegenseitigen Bereicherung der schauspielerischen
Expression. Der Einzelne behauptet sich gegen den Chor, der Chor
sich gegen den Einzelnen.
Die Übungseinheiten haben Session-Charakter. Über 90 Minuten
hinweg ist der Chor ständig in Bewegung. Ausgehend von einfachen
Reaktions- und Dynamikübungen, Bewegung im Raum hin zu speziell
motivierten, komplexen Bewegungsabfolgen. Rhythmus ist ein ständiges
Mittel für Dynamisierung und Strukturierung.
CHORISCHES THEATER
Der zweite Teil der Workshoparbeit beschäftigt
sich mit dem chorischen Theater. Obwohl die Grundlage hierfür
im griechischen antiken Theater zu finden ist, wird kein griechisches
Theater reproduziert, sondern eine heutige Form dafür gesucht.
Rhythmisch, laut, skandierend. Der Chor ist nicht Kommentator des
Geschehens sondern trägt vielmehr die Geschichte. Er steht
im Zentrum, nicht die Einzelfigur. Erzählendes Theater. Emotional,
aber nicht psychologisch. Vielmehr wird ein Äquivalent gesucht
zu heute gängigen Formen wie dem Rap, Hiphop usw.
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